Gegenwart
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 5
29. Juni 2009, in der Nähe von Polynesien,
Richard

Denk nach, denk nach, denk nach! Wie kann ich sie da rausholen? Und zwar schnell, sonst tun sie ihr noch was. Wenn ich doch nur hören könnte, was sie vorhaben.

Christine
"Ich weiß es wirklich nicht, das müssen sie mir glauben!"
Warum glaubt der Kerl mir nicht? Ich habe Angst. Ich kann förmlich sehen, wie er drüber nachdenkt, welche seiner schönen Foltermethoden er bei mir anwenden will.
"Ich habs. Lassen wir dich ein bisschen baden gehen. Tom, geh doch mal eben den nächsten Rettungsring holen. ich glaube kaum, dass die Dame so gut schwimmen kann."
Ich muss schlucken. Mit gefesselten Händen kann man natürlich schlecht schwimmen. Allerdings hilft einem ein Rettungsring da auch reichlich wenig.
"Na wir können ja schon mal anfangen, bis er wieder da ist. Wir werden sehr viel Spaß haben, nicht wahr?"
Einer seiner Handlanger greift mich, und zerrt mich, eine Hand um meinen linken Oberarm, die andere in meinen Haaren, zur Rehling. Dort hebt er mich hoch, und ein anderer kommt, um ihm zu helfen.
"Nein, nein, bitte nicht"
Jetzt halten sie mich an den Beinen über die Rehling. Es reicht, wenn einer loslässt, und.... Weiter will ich es mir lieber gar nicht ausmalen.
"Christine...." höre ich jemanden schreien. Es ist Rich. Direkt danach ertönt ein Schuss, und ich merke nur, wie ich falle. Als ich im Wasser ankomme, ist der einzige Gedanke, den ich habe, dass Mike nun keinen mehr hat, den er ständig fragen kann, ob er Autos spielen will. Rich ist ja erschossen, und ich ertrunken. Aber kaum, dass ich mit meinen Gedanken soweit bin, fällt hinter mir noch etwas ins Wasser und schneidet meine Fesseln los. Einen Augenblick später kann ich endlich wieder Luft holen und sehe Rich. Etwas ist komisch, aber für einen kurzen Augenblick lächelt er mich an, und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden.
© Franzi ,
книга «Doch, da war noch jemand anders!».
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